Advanced Open Water Diver

Mit dem Tauchclub der NTU und der singapurer Tauchschule Blue Reef Scuba habe ich zu Beginn unserer Ferienwoche den Advanced Open Water Diver gemacht. Nach einem Samstag Theorie zuvor ging es dann Freitag auf Samstag Nacht los. Um 2 Uhr sind zwei Busse voll mit Studenten und anderen Tauchbegeisterten von der NTU aus gestartet. Unser Ziel war die wunderschöne Insel Pulau Tioman in Malaysia. Etwas anstrengend war die Hinfahrt schon. Nach ca. 10 Minuten waren wir an der Grenze zu Malaysia. Normalerweise dürfen die Insassen aus dem Bus aussteigen und passieren dann ohne Gepäck die Grenze zur Passkontrolle. Taja, da wir so spät dran waren und nichts los war an der Grenze durften wir dieses mal aber nach der Passkontrolle nochmal zurück und unser Gepäck holen und auch das noch durchleuchten lassen.

Zurück im Bus ging die Fahrt über die holprigen Straßen Malaysias dann weiter. So richtig schlafen konnte ich nicht, noch dazu war der Bus irre laut. Nach ca. drei Stunden sind wir dann in Mersing angekommen. Von hier aus sollte uns ein Speedboot in weiteren drei Stunden zur Insel bringen. Zuerst mussten wir aber noch warten, bis das Boot die Erlaubnis bekam abzulegen. Die raue See lies auch im Speedboot nur wenig Schlaf zu.

Aber die Fahrt hat sich gelohnt. Die Insel ist sehr idylisch, es gibt keine Straßen und Autos nur Fahrräder und Mofas sind auf den Trampelpfaden unterwegs und ein paar kleine Läden auf dem Weg zu Bootsanlegestelle sind auch schon alles was es hier neben Häusern und Ressorts gibt. Das Ressort in dem wir übernachten sollten war ok. Ok heißt, unser Dusche hatte bei der Ankunft keine Hahn somit fiel das Duschen nach der Ankunft erst mal aus, naja nicht ganz so schlimm, schließlich wollten wir ja in einer Stunde eh tauchen gehen. Am Abend war unsere Dusche dann „repariert“ eine Schraube fungierte als neuer Wasserhahn. Nicht sonderlich komfortabel, aber es hat „funktioniert“. Der Strahl war mehr ein Rinsal, aber na gut für den Preis und nur für zwei Tage geht es ja.

Interessanter waren jedoch die „Mitbewohner“ in den Zimmern. Die Zimmer bestanden aus kleinen einräumigen Holzhütten auf Pfählen stehend am Waldrand (Bad natürlich abgetrennt). Die Böden ließen einen Blick auf die Natur darunter zu. Daher war es mir wirklich ein Rätsel, warum uns die Frau die uns das Zimmer gezeigt hat, empfohlen hat immer gleich die Tür zu schließen. Kommen die Mücken nur zu Tür rein? Hm naja, der Schrei aus dem Nachbarzimmer ließ keine Zeit zum nachdenken. Die zwei Mädchen aus dem Nachbarzimmer hatten eine etwas größere Spinne in ihrem Zimmer entdeckt. Bei dem Versuch zweier Jungs sie zu entfernen ist diese aber unters Bett geflüchtet. Also haben die Jungs das Bett zur Seite geschoben, dabei ist ein ausgewachsener Gecko unter dem Bett vor gekommen. Ich hab zu meinen Zimmergenossen daraufhin gesagt, wir lassen die Betten einfach wo sie sind, dann schrecken wir nichts auf und alles ist gut. Soweit hat der Plan auch funktioniert. Ich hab zumindes keine Insekten und Tiere in unserm Zimmer gesehen, allerdings weiß ich nicht (und will es glaub ich auch gar nicht wissen), was nachts unter meinem Bett (oder unter unserer Hütte, so genau kann ich das nicht sagen, da man sämtliche Geräusche gehört hat) gekratzt hat. Und auch auf unserem Dach hat irgend etwas Schlagzeug gespielt. So hat es sich zumindest angehört, das immer wieder kehrende Trommeln.

So weit so gut, dann komm ich mal zum Tauchen. Nach dem Frühstück sind wir in unsere Tauchgruppen eingeteilt worden. Wir waren eine sehr internationale Gruppe (Deutschland, Finnland, Schweiz, Indonesien und Singapur). Etwas Bammel hatte ich zuerst ja schon. Immerhin war das mein allererster Tauchgang im Meer. Aber es hat alles ganz gut geklappt. Gut das Ausbalanzieren/Schweben im Wasser war am Anfang etwas schwierig, aber mit der Zeit wurde es immer besser. Dafür waren wir ja da, zum üben und unser Tauchleher David hat einen ganz guten Job gemacht 🙂 . Allerdings habe ich den 4. Tauchgang unseren Nachttauchgang ausfallen lassen, weil ich total KO war. Also war am ersten Abend dann auch nicht mehr viel los. Ich hab nur versucht zu schlafen (siehe oben 😉 ).

Am zweiten Tag standen dann drei weiter Tauchgänge an. Da das Schweben schon deutlich besser geklappt hat, konnte ich die Tauchgänge auch mehr genießen und wir haben einiges gesehen. Schön waren die vielen Clown-Fische die immer wieder neugierig aus ihren Anemonen rausgeschaut haben. Aber auch sonst waren einige Fische unterwegs. Eine Unterwasserschildkröte haben wir gesehen, allerdings war sie leider zu schnell wieder weg um ein Foto zu machen. HIghlight war jedoch der Hai. Der erste den ich „live“ gesehen habe. Bevor ich selber angefangen habe zu Tauchen, habe ich immer gedacht, wieso will man Haie sehen? Jetzt weiß ich es. Es ist einfach faszinierend, wie diese auf die Jagd gehen und durchs Wasser gleiten. Dieser hatte auf jeden Fall kein Interesse an uns und ist in die andere Richtung weg geschwommen. Daher ist er auch eher ein kleiner schwarzer Punkt auf dem Foto, auf den unser Tauchlehrer zeigt ;-).

Und weils so gut war haben wir sogar noch einen 4. Tauchgang dran gehängt.

Abends sind wir den „Wasserfall“ nahe der Dorfs anschauen gagangen. Die die schon öfter auf der Insel waren, haben uns ja schon vorgewarnt, dass es kein richtiger Wasserfall ist, obwohl es sogar Wegweiser dorthin gibt. Aber das war ja wirklich nicht mal ein kleiner Wasserfall, mehr ein großer Stein über das das Wasser fließt. Jedenfalls war der Weg dort hin sehr schön. Erst haben wir den Sonnenuntergang am Stand gesehen, dann sind wir durch ein kleines Dorf gelaufen und haben auch noch den Regenwald der Insel kennen gelernt.

Nach dem Abendessen gingen wir zum gemütlichen Zusammensitzen im Aufenthaltsbereich über. Natürlich mit Bier oder manchen haben auch Vodka Trinkspiele gemacht (ich bin bei Bier geblieben). Den günstigen Alkoholpreis im Gegensatz zu Singapur muss man ja nutzen 😉 .

Die Rückfahrt nach Singapur am Montag war noch anstrengender als die nachts hin. Die Überfahrt aufs Festland mit dem Boot ging zwar etwas schneller, allerdings mussten wir dann dort fast zwei Stunden auf unseren Bus warten, da dieser Verspätung hatte. An der Grenze durften wir zwei Mal unsere Taschen durch den Zoll tragen, einmal bei der Ausreise in Malaysia und dann noch einmal bei der Einreise nach Singapur.

Der Abschied am Campus der NTU war nicht leicht, da wir alle ein tolles Wochenende und viel Spaß hatten. Ich werde diese Wochenende jedenfalls nicht so schnell vergessen.

Alle Abtauchen DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO  DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRODCIM101GOPRO

Alles OKDCIM101GOPRO

Coole Frisur oder?DCIM101GOPRO

Hai! Wo? Da schwimmt er vor uns weg.DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO

Unterwasserspielplatz – sogar mit Laufband, geht allerding nicht mehr, haben die zwei Jungs gemeint 😉

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Und wieder auftauchenDCIM101GOPRO

AnlegestelleDCIM101GOPRO

Blick von unserem RessortDCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO

Sonnenuntergang am StrandDCIM101GOPRO DCIM101GOPRO DCIM101GOPRO

Der „Wasserfall“IMG_2869

Die Tauchgruppe  Pulau Tioman (28 von 28)

Meine Advanced CardAdvanced-diver-web

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