Jakarta

Ein weiterer Wochenendausflug hat mich und zwei Kommilitonen auf die Insel Java geführt. Genauer gesagt in die Hauptstadt Indonesiens, nach Jakarta und danach weiter nach Yogyakarta.

Die Anreise im Flugzeug war sehr angenehm, ich bin glaub ich noch nie in einem so leeren Flugzeug geflogen. Es hatte jeder Fluggast eine Reihe für sich allein.

Die Stadt an sich erschien vom Flugzeug aus ziemlich flach. Im Gegensatz zu vielen andern Hauptstädten hat es in Jakarta relativ wenig Wolkenkratzer, dafür aber viele und vor allem weitläufige, flache Wohnsiedlungen.

Auf dem Weg zum Hostel sind wir gleich mal im bekannten Traffic Jam von Jakarta festgesteckt. Der Verkehr in dieser Stadt ist wirklich chaotisch. Neben den Autos und Jeeps, die die Straßen blockieren sind viele Motorroller unterwegs. Rote Ampeln werden häufig ignoriert, genauso wie Fußgängerüberwege eigentlich nutzlos sind. Als Fußgänger hat man fast überhaupt keine Chance sicher über die Straße zu kommen, das einzige was hilft ist zwischen den Fahrzeugen durch und hoffen dass diese bremsen oder ausweichen.

Da wir nur einen Tag in Jakarta bleiben wollten, ging es gleich nach der Ankunft im Hostel los mit Sight-Seeing. Zuerst haben wir uns das niederländische Viertel angeschaut, in dem man noch Häuser aus der Kollonialzeit findet. Besonderst schön war das Cafe Batavia in dem man sich wirklich in die Kollonialzeit zurückversetzt fühlt. Definitiv eins meiner Highlights in Jakarta. Nur auf dem Klo habe ich mich etwas beobachtet gefühlt (das Foto ist leider nicht ganz scharf geworden, aber ich denke ihr könnt erkennen, was ich meine 😉 ). Auf dem Platz davor konnten viele bunte Fahrräder mit den passenden Hüten dazu gemietet werden. Wir haben mal für ein Foto damit posiert.

Ansonsten war die Stadt sehr dreckig, die Bäche waren vermüllt und haben gestunken. Es war erschreckend zu sehen wie die Menschen in den Slums leben. Die Häuser waren teilweise aus Paletten gebaut und mit Planen vor Regen geschützt. Diese Hütten haben mich etwas an unsere Ferienfreizeit als Kinder erinnert. Da haben wir auch solche Hütten gebaut, welche aber nach einer Woche wieder abgerissen wurden.

Auch der Hafen, der empfohlen wird anzuschauen hat uns nicht sonderlich beeindruckt. Bei den Schiffen war ich mir noch nicht mal sicher, ob die überhaupt seetauglich sind. Vielleicht gibts auch zwei Häfen und wir waren am falschen? Die ganzen Hafenarbeiter haben uns angeschaut als wären wir dort falsch und so haben wir uns auch gefühlt. Daher haben wir den Hafen ziemlich schnell wieder verlassen, allerdings war die Richtung, die wir eingeschlagen haben auch nicht die Beste. Wir sind durch einen der Slums gelaufen und dahin verirren sich wohl eher selten Touristen. In die ganze Stadt kommen eher wenig westliche Touristen, daher wurden wir häufig angeschaut und fotografiert. Aber in dem Slum kamen sogar die Leute auf die Straße gelaufen und haben auf uns gezeigt. Daher ist es uns zunehmend unwohler geworden. Ich war noch nie in meinem Leben so froh ein Taxi zu sehen, in dem wir dann „fliehen“ konnten.

Nächste Station war eine alte Kirche aus der Zeit der Holländer. Dort waren noch einige alte holländische Gräber zu finden. Irgendwie ein merkwürdiger Anblick, da ich mich in den letzten Monaten sehr an die ganzen Tempel gewöhnt habe.

Am nächsten morgen ging es dann noch zum Nationalen Monument. Der Turm beherbergt im Keller ein Museum, welches die Geschichte und politische Entwicklung Indonesiens darstellt. Interessant war für mich, dass Frauen in Indonesien schon recht früh wählen durften und auch politische Positionen hatten. Von der Spitze des Turms hat man einen guten Überblick über Jakarta.

Bevor es dann mit dem Flugzeug weiter nach Yogyakarta ging haben wir noch den Fleat Market besucht. Hier werden allerlei alte Gegenstände angeboten. Mal eine schöne Abwechslung zu den sonstigen typischen Touristenmärkten.

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